Was ist nur los in Deutschland?

Noch im Sommer war ich froh, in Deutschland zu wohnen, dem Land in Europa, das sich durch seine Willkommenskultur einen Namen der Menschlichkeit gemacht hatte. Toll, dachte ich, nach den dunklen Flecken, die wir im Laufe unserer Nationalgeschichte gesammelt haben, ist dieses bejahende und menschliche Verhalten eine gute und vielversprechende Entwicklung. Wir als Volk haben etwas gelernt aus unserer Geschichte, die Fehler der Vergangenheit werden sich nicht wiederholen.

Und nun? Wie kann es sein, dass ein Mob einen Bus mit verängstigen Flüchtlingen bedroht, darunter viele Frauen und Kinder. Wie kann es sein, dass ein Flüchtlingsheim in Spe angezündet wird und die Flammen begröhlt und bejubelt werden, die Löscharbeiten behindert? Was geht in diesen Menschen vor? Ganz abgesehen von dem kriminellen und verabscheuungswürdigen Aspekt dieser Straftat – wie dumm ist es, darüber zu schimpfen, dass zu viel Geld in die Beherbergung der Flüchtlinge gepumpt wird und dann bestehende Herbergen abzufackeln? Wie kann es sein, dass im Netz rassistische und fremdenfeindliche Äußerungen beklatscht und bejaht werden, oft basierend auf Unwahrheiten und Gerüchten – die niemand sich zu verifizieren bemüht, sondern die durch zigfaches tumbes Teilen tausend Mal wiederholt werden und sich so als neue “Wahrheit” zementieren. Nicht etwa, weil etwas Wahres daran ist, sondern weil es ja wahr sein “muss”, wenn es so oft im Netz wiederholt wird.

Ist es nicht.

Egal wie oft eine Lüge wiederholt wird, die Wiederholung macht aus ihr keine Wahrheit – sie macht die Lüge nur gefährlicher. Eine Tatsache übrigens, die die Hackergruppe Anonymous mit einem in einem Lügenpost versteckten Trojaner auf drastische Art und Weise bloßgestellt hat – es war erschreckend, wie viele Menschen auf die dort aufgestellte, erfundene Behauptung reagiert und sie sofort in aufrichtiger Empörung in ihren sozialen Netzwerken geteilt haben. Ohne sich auch nur eine Zehntelsekunde zu fragen, wo diese Information herkommen könnte und ob sie denn der Wahrheit entspricht.

Als hätten wir dieses Phänomen nicht schon hundertfach in der Geschichte Deutschlands, ach, in der Geschichte der Menschheit erlebt! Denken wir z.B. an die Hexenverbrennungen, die Kreuzzüge, die Inquisition, die Vertreibung und Vernichtung der Menschen im Dritten Reichen, die Apartheid, die Völkermorde in Afrika und nicht zu vergessen, die Propaganda der IS – all das würde ohne den gezielten Aufbau von Feindbildern, dem Schüren von Angst und Hass und dem Versprechen auf ein besseres Leben nach der Eliminierung des angeblichen Feindes nicht funktionieren. Besseres Leben? Pustekuchen! Es sind immer nur ein paar wenige Mächtige, die sich bereichern und ihre Macht und Dominanz stärken, der mitlaufenden Masse dagegen ist von Anfang an die Verliererposition zugedacht.

Zum Glück sind derzeit die Hetzer und Aufrührer und Mitläufer die Minderheit und es gibt viele Menschen, die sich engagieren und zu Gegendemonstrationen gehen, und doch macht mir die Entwicklung Angst – denn die Hetzer haben mit Facebook, Twitter und Co. ein neues und unberechenbares Medium, das sie für ihre Zwecke nutzen. Und durch die Algorithmen, die jedem nur noch das anzeigen, was der Algorithmus als für den User interessant erachtet, verdichtet sich die Hetze und spiegelt eine angebliche gesellschaftliche Akzeptanz der fremdenfeindlichen Aussagen. So kann ein Flächenbrand entstehen  - und welch verheerende Folgen ein Flächenbrand hat, das wissen wir alle.

Last not least: Ich halte es für wichtig, schutzlosen Menschen Schutz zu gewähren. Schutz ist jedoch kein Freibrief für Straftaten. Unter den Flüchtlingen gibt es – wie in unserer Gesellschaft auch, sonst hätten wir keine Gefängnisse – schwarze Schafe. Die schwarzen Schafe sind die Minderheit. Richtig ist, diese Minderheit für begangene Straftaten zur Rechenschaft zu ziehen. Falsch ist es, alle Flüchtlinge in Sippenhaft zu nehmen.

Sippenhaft ist ein totalitäres Druckmittel. Wir haben das Privileg, in einer Demokratie leben zu dürfen. Das sollten wir nicht aufs Spiel setzen. Im Gegenteil, wir sollten die Chance wahrnehmen und den nach Deutschland gezogenen Menschen unsere Demokratie mitsamt ihrem Respekt vor den Menschen und ihren Grundrechten nahebringen. Damit stärken wir nicht nur unsere Demokratie, sondern auch die Chance, dass die Menschen, die nach Beendigung des Krieges in ihre Heimat zurückkehren werden, dort eine funktionierende Demokratie etablieren können.

 

Claudias Bücherblog feiert Geburtstag

Anlässlich ihres 5. Bloggeburtstags veranstaltet Claudia Heeschen ein Gewinnspiel inklusive Schnitzeljagd.  Dabei könnt ihr tolle Preise gewinnen, schaut doch mal dort vorbei! Hier findet ihr Hinweis 65!

Claudias Bücherregal

Und wenn ihr schon dort seid, interessiert euch ja vielleicht Claudias Interview mit mir zu der Finstermoos Tetralogie. “Die Story hinter dem Buch”

Oder ihre Rezensionen zu Finstermoos:

Band 1

Band 2

Band 3

Band 4

 

Ladies Crime Night im Schloss

Ladies Crime Night

Am 31.10. findet eine Ladies Crime Night der Mörderischen Schwestern in Schloss Fürstenried bei München statt. Gelesen habe ich schon mehrmals auf solchen Events, aber diesmal erwartet mich eine besondere Herausforderung: als Präsidentin der Mörderischen Schwestern darf ich die Veranstaltung moderieren. Ich bin schon sehr gespannt – und auch ein wenig angespannt …
Was aber ist eine LCN – Ladies Crime Night?
10 Autorinnen lesen je 7 Minuten. Exakt 7 Minuten. Eine Uhr läuft mit und am Ende knallt ein Schuss oder heult eine Sirene und die Lesende hört mitten im Satz auf. Peng. Das war’s. Und dann tritt die nächste Schwester an. Und die nächste … dazwischen Musikeinlagen mit Krimiflair. Kurzweilig! Spannend! Und eine hervorragende Gelegenheit viele neue Autorinnen kennenzulernen!

100 000 poets for change

100000 poets for changeWie ihr alle wisst, kommen jeden Tag unzählige Flüchtlinge in Europa an. Egal wo sie herkommen, ein jeder von ihnen hat einen guten Grund seine Heimat  zu verlassen. Oft nur mit den Kleidern am Leib und einem spärlich gepackten Rucksack, gehen sie auf eine ungewisse Wanderung in ein hoffentlich besseres Leben. Vielleicht wurden sie in ihrem Herkunftsland verfolgt, vielleicht herscht in ihrem Land Krieg oder vielleicht können sie dort, wo sie herkommen, ihre Familie nicht mehr ernähren. Wir wollen diese Menschen hier Willkommen heißen, denn sie sind Menschen genau wie wir. Der einzige Unterschied ist, dass sie ohne Schuld in Not geraten sind und Hilfe benötigen, die wir ihnen geben können.

Mit der Aktion “100 000 Poets for Change” wollen wir, Schriftsteller, Poeten, Autoren und Künstler aus aller Welt,  uns für diese Menschen stark machen und ein Zeichen setzen. Am Samstag, den 26.10.2015, hängen wir aus unseren Fenstern ein weißes Tuch, um uns für Frieden, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit einzusetzen.

Mach auch Du mit, und zeige dass Du für einen Wandel bist!

Mehr Informationen findest Du hier.

Es geht weiter …

Der erste Band von Finstermoos ist jetzt zwei Monate auf dem Markt und flups ist der zweite Teil erschienen. Ich weiß – für manche von euch war das eine viiiiieeeelllll zu lange Wartezeit nach dem fiesen Cliffhänger in Band Eins (so jedenfalls diverse Rückmeldungen). Aber dafür entschädigt der zweite Band mit einem besonders spannenden Einstieg.  Derzeit schließe ich die Serie ab – Band 4 ist nur ein paar Tage von seinem Finale entfernt. Und damit ist es für mich Zeit, kurz Resümee zu ziehen: War es eine gute Entscheidung einen Vierteiler zu schreiben?

Zunächst steckt wahnsinnig viel Arbeit in einem Vierteiler: Das Plotten ist so komplex, dass der Kopf schwirrt, Figuren verändern sich und werden auch mal ganz hinausgeworfen oder erscheinen ungefragt auf der Bildfläche. Die Details sind tödlich: Ich muss aufpassen wir ein Schießhund, dass ich kein noch so kleines Detail durcheinanderbringe. Das wäre nämlich ziemlich peinlich, wenn zum Beispiel Bastis Vater im ersten Buch blaue Augen hat und im dritten auf einmal grüne (und meine Leser merken so etwas sofort). Und kaum hat man den letzten Satz geschrieben und die erste Überarbeitung fertig, geht die Arbeit nahtlos weiter.  Am nächsten Band, während meine TestlerserInnen sich auf das gerade abgschlossene Manuskript stürzen und es für die zweite Überarbeitungsrunde auseinanderpflücken. Ist die geschafft, geht es zur Lektorin, die ebenfalls ihre Kommentare dazugibt – die genauso sorgfältig eingearbeitet werden müssen. Um dann, nach unzähligen Malen lesen und korrigieren, die wirklich allerletzte finale Fassung abzugeben. Und das vier Mal ohne eine einzige Verschnaufpause.

Und damit komme ich zurück zu meiner mir gestellten Frage: War die Entscheidung für den Vierteiler gut?

Ja. Es war eine neue Erfahrung. Es hat mir die Möglichkeit gegeben, einen Plot zu verwirklichen, der in seiner Komplexität jeden Einzelband gesprengt hätte. Es hat mich an meine Grenzen gebracht – vom Zeitdruck her und von der Denkleistung, all die Stränge und Entwicklungen plausibel miteinander zu verknüpfen. Und das ist gut, denn das bringt auch mich selbst weiter.

Aber auch nein – denn eine Geschichte in vier Bänden schreckt viele Leser ab. Warum soll ich mir vier Bücher kaufen, wenn es doch nur eine Geschichte ist, werde ich immer wieder gefragt. Das ist Preistreiberei, wird dem Verlag vorgeworfen. Obwohl die meisten anderen Thriller mit dem gleichen Seitenumfang (220 Seiten) das Gleiche kosten – aber dann hat man eine abgeschlossene Geschichte. Nur – eben nicht in der Tiefe. Vielleicht würde es diese Diskussion nicht gegeben, wenn es eine Triologie geworden wäre – das Konzept ist bekannt und akzeptiert. Vierteiler sind eher selten. So wie diese Geschichte. 5 Helden, jeden umgibt ein tragisches Geheimnis, das sie auf bestimmte Weise miteinander verknüpft und als Leser (auch als Autorin :-) ) kommt man ihnen mit jedem Band näher.

Daher mein Fazit: Ich bin froh, Finstermoos geschrieben zu haben. Ich bin sogar stolz darauf – es ist die spannendste und interessanteste Geschichte, die bisher aus meiner Feder, oder besser Tastatur geflossen ist. Und dennoch würde ich mich nicht noch einmal darauf einlassen – fast zwei (sehr anstrengende) Jahre auf eine Geschichte zu verwenden, ist einfach sehr, sehr lang.

Endlich!

Finstermoos ist im Buchhandel und die ersten Rezensionen sind grandios. Wie bei jedem Buch waren die letzen Wochen eine Hochburg an Nervosität und Bangen. So viel Arbeit, so viele Gedanken, so viel Zweifel, so viele schlaflose Nächte – bis eine Geschichte steht, und mit “Stehen” meine ich “druckreif” ist, vergeht viel Zeit. Deutlich mehr als für den Leser, der die zweihundert Seiten in wenigen Tagen, machnmal sogar nur wenigen Stunden in sich hineinfrisst und dann sein Urteil fällt. Gerade sitze ich an Band 4 und bin extrem erleichtert, dass Band 1 positiv aufgenommen wurde – denn stellt euch mal vor, Band 1 wäre ein Veriss gewesen und ich müsste trotzdem Band 4 schreiben. Das ist ein Szenario, an das ich zum Glück zu Beginn der Arbeiten zu dieser Serie nicht gedacht habe. Interessant bei den bisherigen Rückmeldungen war für mich die extreme Polarität bezüglich des Schlusses. Entweder die Leser fanden ihn super, ein Cliffhanger, der den Namen Cliffhanger auch verdiente, oder sie waren enttäuscht, dass der erste Band kein in sich geschlossenes Ende hatte. Diese Reaktion hat mir mal wieder aufgezeigt, dass Geschmäcker einfach verschieden sind. Ich bedanke mich jedenfalls ganz herzlich bei all meinen Lesern, die Finstemoos so begeistert weiterempfohlen haben!

Finstermoos ist da!

E-Short Finstermoos

E-Short zur Serie Finstermoos

Okay, es ist noch nicht ganz da, aber immerhin gibt es ab heute kostenlos das E-Short “Im Bann der Vergessenen” zu meiner neuen Serie “Finstermoos”. Man mag sich fragen, was es denn nun bringen mag, ein circa 35-seitiges E-Short zu einer vierbändigen Serie zu verfassen, doch beim Plotten habe ich eine sehr eindeutige Antwort darauf gefunden: In dem E-Short konnte ich endlich zweien meiner fünf Helden den Auftritt geben, der ihnen im ersten Band versagt worden ist. Nicht, weil ich  ihnen diesen Auftritt nicht gegönnt hätte, sondern, weil es dramaturgisch im ersten Band keinen Platz fand. Allerdings wollten meine Testleser unbedingt mehr über Bastis und Luzies heimliche Liebe erfahren, und das Ganze natürlich möglichst spannend :-) . Daher bin ich sehr glücklich über diese Extraseiten, die sowohl auf Basti und Luzie, als auch auf die im Januar erscheinende Serie einstimmen und neugierig machen sollen.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe sehr, dass es euch gefällt!
Ihr könnt euch das E-Short bei den meisten Onlinebuchhandlungen herunterladen, hier schon einmal ein paar Links:

neuebuecher.de
thalia.de
amazon.de

Signierte Bücher – Aktion Lieblingsbuch

Aktion LieblingsbuchEin signiertes Buch ist etwas Besonders, allein schon, weil es nicht viele signierte Bücher gibt. Die Unterschrift verändert zwar nicht die Geschichte, sie macht das Buch nicht dicker, dünner oder spannender, und aus einem tragischen Ende wird kein Happy End – aber – sie macht es wertvoller, denn mit der Unterschrift wird aus dem Buch plötzlich ein Unikat.

Genau das bieten wir (AutorInnen und BuchhänderInnen) ab jetzt  Ihnen, unseren Lesern an.

Ziel dabei ist zum einen, Ihnen einen Extraservice zu bieten, zum anderen,den Mehrwert der örtlichen Buchhandlungen zu unterstreichen: Lieblingsbücher kaufen oder verschenken, ob zu Weihnachten oder übers Jahr, wird mit einer Original-Signatur zu etwas Besonderem, das kein Versandhaus bieten kann.
Auf der Webseite www.aktion-lieblingsbuch.com können Sie Bücher mit Original-Autoren-Signatur suchen, finden und bestellen  – direkt von den anbietenden Buchhandlungen und (im jeweiligen Inland), soweit es irgend möglich ist, versandkostenfrei! Sofern Portokosten aufgrund z.B. von höherem Gewicht entstehen, informiert der Händler Sie vorab.

Meine Bücher gibt es übrigens signiert bei: Buchhandlung Colibris, Leonrodstraße 19, 80634 München – einfach unter folgener Emailadresse bestellen: colibris-M@t-online.de

Kofferzeit

Kofferzeit

Die Zweitagestasche - leicht und handlich, aber mit Rollen, deren einziger Zweck es sein kann, den Rollenden zur Weißglut zu bringen.

In den letzten Wochen habe ich vorwiegend aus dem Koffer gelebt. Nicht, weil ich plötzlich obdachlos geworden wäre, sondern weil ich mit meinen Jugendbüchern durch Deutschland, Österreich und die Schweiz reisen durfte. Anstrengend, aber auch voller motivierender und schöner Begegnungen und Erlebnisse.

Das ist ein Aspekt des Autorendaseins, unter dem ich mir vor meinem Berufswechsel so gar nichts vorstellen konnte. Wobei – wenn ich ehrlich bin, habe ich mir das Autorendasein an und für sich ganz anders vorgestellt. Etwas … sagen wir, entspannter. Und Lesereisen standen ohnehin auf einem anderen Stern. Zum Glück sind sie nicht dort nicht geblieben!

Unvergessliche Momente mit meinen Kolleginnen: Renate Naber, Eva Almstädt, Judith Merchant, Nina George, Gisa Pauly, Sabine Klewe, Christiane Dieckerhoff, Annette Petersen und Elke Pistor

Das Besondere an diesen Reisen ist nämlich die Möglichkeit, vielen Menschen zu begegnen, die man normalerweise nie treffen würde. Und bei manchen ist von Anfang an die Chemie so stimmig, dass die Begegnung einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Aber auch die Lesungen selbst machen in der Regel wirklich Spaß. Nicht nur die Fragen, mit denen ich nach dem Leseteil gelöchert werde, auch die Aufmerksamkeit, mit denen die meisten Zuhörer der Geschichte folgen, ist grandios. Immer wieder sehe ich in gebannte (natürlich auch mal in gelangweilte, aber das ist die Ausnahme) Gesichter und freue mich, dass ich die Zuhörer mit der Geschichte „abholen“ konnte. Das ist für mich als Autorin ein sehr schönes Geschenk.

Titelentwürfe schweizer Schüler

Titelentwürfe einer schweizer Schulklasse zu Schweig still, süßer Mund

Kofferzeit ist allerdings auch Schreibzeit – wie sonst könnte man die familienferne Zeit besser nutzen?InnocentUnd obwohl es zwar nicht besonders entspannend ist, nach ein, zwei oder auch drei Lesungen im Hotel vier oder fünf Stunden zu schreiben, sind es gerade die Lesungen und die netten Gespräche, die mich danach zum Arbeiten motivieren. Ist das nicht praktisch?

Schade, dass du nicht meine Oma bist …

Heute schrieb ich den letzten Satz von Teil 2 einer 2015 erscheinenden Serie –  und den ersten von Teil 3! Das nenne ich enggetaktet, denn normalerweise würde ich nach Beendigung eines Buches zumindest einen halben Tag Pause einlegen. Zum Glück macht es Spaß – jedenfalls seitdem ich meine HeldInnen so gut kenne, dass ich regelrecht mit ihnen fiebere, wie sie das Abenteuer durchstehen werden. Ich sage nur soviel: Die machen ganz schön was mit ….

Und meine Familie auch: Heute früh sagte meine Tochter: “Schade, dass du nicht meine Oma bist.” Ich war natürlich sehr überrascht und fragte warum? Und sie darauf: Dann hättest du auch immer Zeit, um mit mir zu spielen. Ein Schlag in mein Mutterherz – natürlich habe ich gleich eine Runde Memory springen lassen, aber nachdenklich hat es mich schon gestimmt. Nur, die Lösung dazu wäre, morgen in den Ruhestand zu treten, und dazu fehlen mir dann doch noch einige Jahre. Beim Nachdenken ist mir dann irgendwann eingefallen, dass es in meiner Kindheit gar nicht so anders war: Zum Spielen bin ich als Kind nachmittags oft zu meiner Oma hinübergestapft. Also habe ich mein schlechtes Gewissen beruhigt und freu mich jetzt schon darauf, eines Tages diese Spiel-Oma-Tradition bei meinen Enkeln fortzusetzen.