Es geht weiter …

Der erste Band von Finstermoos ist jetzt zwei Monate auf dem Markt und flups ist der zweite Teil erschienen. Ich weiß – für manche von euch war das eine viiiiieeeelllll zu lange Wartezeit nach dem fiesen Cliffhänger in Band Eins (so jedenfalls diverse Rückmeldungen). Aber dafür entschädigt der zweite Band mit einem besonders spannenden Einstieg.  Derzeit schließe ich die Serie ab – Band 4 ist nur ein paar Tage von seinem Finale entfernt. Und damit ist es für mich Zeit, kurz Resümee zu ziehen: War es eine gute Entscheidung einen Vierteiler zu schreiben?

Zunächst steckt wahnsinnig viel Arbeit in einem Vierteiler: Das Plotten ist so komplex, dass der Kopf schwirrt, Figuren verändern sich und werden auch mal ganz hinausgeworfen oder erscheinen ungefragt auf der Bildfläche. Die Details sind tödlich: Ich muss aufpassen wir ein Schießhund, dass ich kein noch so kleines Detail durcheinanderbringe. Das wäre nämlich ziemlich peinlich, wenn zum Beispiel Bastis Vater im ersten Buch blaue Augen hat und im dritten auf einmal grüne (und meine Leser merken so etwas sofort). Und kaum hat man den letzten Satz geschrieben und die erste Überarbeitung fertig, geht die Arbeit nahtlos weiter.  Am nächsten Band, während meine TestlerserInnen sich auf das gerade abgschlossene Manuskript stürzen und es für die zweite Überarbeitungsrunde auseinanderpflücken. Ist die geschafft, geht es zur Lektorin, die ebenfalls ihre Kommentare dazugibt – die genauso sorgfältig eingearbeitet werden müssen. Um dann, nach unzähligen Malen lesen und korrigieren, die wirklich allerletzte finale Fassung abzugeben. Und das vier Mal ohne eine einzige Verschnaufpause.

Und damit komme ich zurück zu meiner mir gestellten Frage: War die Entscheidung für den Vierteiler gut?

Ja. Es war eine neue Erfahrung. Es hat mir die Möglichkeit gegeben, einen Plot zu verwirklichen, der in seiner Komplexität jeden Einzelband gesprengt hätte. Es hat mich an meine Grenzen gebracht – vom Zeitdruck her und von der Denkleistung, all die Stränge und Entwicklungen plausibel miteinander zu verknüpfen. Und das ist gut, denn das bringt auch mich selbst weiter.

Aber auch nein – denn eine Geschichte in vier Bänden schreckt viele Leser ab. Warum soll ich mir vier Bücher kaufen, wenn es doch nur eine Geschichte ist, werde ich immer wieder gefragt. Das ist Preistreiberei, wird dem Verlag vorgeworfen. Obwohl die meisten anderen Thriller mit dem gleichen Seitenumfang (220 Seiten) das Gleiche kosten – aber dann hat man eine abgeschlossene Geschichte. Nur – eben nicht in der Tiefe. Vielleicht würde es diese Diskussion nicht gegeben, wenn es eine Triologie geworden wäre – das Konzept ist bekannt und akzeptiert. Vierteiler sind eher selten. So wie diese Geschichte. 5 Helden, jeden umgibt ein tragisches Geheimnis, das sie auf bestimmte Weise miteinander verknüpft und als Leser (auch als Autorin :-) ) kommt man ihnen mit jedem Band näher.

Daher mein Fazit: Ich bin froh, Finstermoos geschrieben zu haben. Ich bin sogar stolz darauf – es ist die spannendste und interessanteste Geschichte, die bisher aus meiner Feder, oder besser Tastatur geflossen ist. Und dennoch würde ich mich nicht noch einmal darauf einlassen – fast zwei (sehr anstrengende) Jahre auf eine Geschichte zu verwenden, ist einfach sehr, sehr lang.

Endlich!

Finstermoos ist im Buchhandel und die ersten Rezensionen sind grandios. Wie bei jedem Buch waren die letzen Wochen eine Hochburg an Nervosität und Bangen. So viel Arbeit, so viele Gedanken, so viel Zweifel, so viele schlaflose Nächte – bis eine Geschichte steht, und mit “Stehen” meine ich “druckreif” ist, vergeht viel Zeit. Deutlich mehr als für den Leser, der die zweihundert Seiten in wenigen Tagen, machnmal sogar nur wenigen Stunden in sich hineinfrisst und dann sein Urteil fällt. Gerade sitze ich an Band 4 und bin extrem erleichtert, dass Band 1 positiv aufgenommen wurde – denn stellt euch mal vor, Band 1 wäre ein Veriss gewesen und ich müsste trotzdem Band 4 schreiben. Das ist ein Szenario, an das ich zum Glück zu Beginn der Arbeiten zu dieser Serie nicht gedacht habe. Interessant bei den bisherigen Rückmeldungen war für mich die extreme Polarität bezüglich des Schlusses. Entweder die Leser fanden ihn super, ein Cliffhanger, der den Namen Cliffhanger auch verdiente, oder sie waren enttäuscht, dass der erste Band kein in sich geschlossenes Ende hatte. Diese Reaktion hat mir mal wieder aufgezeigt, dass Geschmäcker einfach verschieden sind. Ich bedanke mich jedenfalls ganz herzlich bei all meinen Lesern, die Finstemoos so begeistert weiterempfohlen haben!

Finstermoos ist da!

E-Short Finstermoos

E-Short zur Serie Finstermoos

Okay, es ist noch nicht ganz da, aber immerhin gibt es ab heute kostenlos das E-Short “Im Bann der Vergessenen” zu meiner neuen Serie “Finstermoos”. Man mag sich fragen, was es denn nun bringen mag, ein circa 35-seitiges E-Short zu einer vierbändigen Serie zu verfassen, doch beim Plotten habe ich eine sehr eindeutige Antwort darauf gefunden: In dem E-Short konnte ich endlich zweien meiner fünf Helden den Auftritt geben, der ihnen im ersten Band versagt worden ist. Nicht, weil ich  ihnen diesen Auftritt nicht gegönnt hätte, sondern, weil es dramaturgisch im ersten Band keinen Platz fand. Allerdings wollten meine Testleser unbedingt mehr über Bastis und Luzies heimliche Liebe erfahren, und das Ganze natürlich möglichst spannend :-) . Daher bin ich sehr glücklich über diese Extraseiten, die sowohl auf Basti und Luzie, als auch auf die im Januar erscheinende Serie einstimmen und neugierig machen sollen.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe sehr, dass es euch gefällt!
Ihr könnt euch das E-Short bei den meisten Onlinebuchhandlungen herunterladen, hier schon einmal ein paar Links:

neuebuecher.de
thalia.de
amazon.de

Signierte Bücher – Aktion Lieblingsbuch

Aktion LieblingsbuchEin signiertes Buch ist etwas Besonders, allein schon, weil es nicht viele signierte Bücher gibt. Die Unterschrift verändert zwar nicht die Geschichte, sie macht das Buch nicht dicker, dünner oder spannender, und aus einem tragischen Ende wird kein Happy End – aber – sie macht es wertvoller, denn mit der Unterschrift wird aus dem Buch plötzlich ein Unikat.

Genau das bieten wir (AutorInnen und BuchhänderInnen) ab jetzt  Ihnen, unseren Lesern an.

Ziel dabei ist zum einen, Ihnen einen Extraservice zu bieten, zum anderen,den Mehrwert der örtlichen Buchhandlungen zu unterstreichen: Lieblingsbücher kaufen oder verschenken, ob zu Weihnachten oder übers Jahr, wird mit einer Original-Signatur zu etwas Besonderem, das kein Versandhaus bieten kann.
Auf der Webseite www.aktion-lieblingsbuch.com können Sie Bücher mit Original-Autoren-Signatur suchen, finden und bestellen  – direkt von den anbietenden Buchhandlungen und (im jeweiligen Inland), soweit es irgend möglich ist, versandkostenfrei! Sofern Portokosten aufgrund z.B. von höherem Gewicht entstehen, informiert der Händler Sie vorab.

Meine Bücher gibt es übrigens signiert bei: Buchhandlung Colibris, Leonrodstraße 19, 80634 München – einfach unter folgener Emailadresse bestellen: colibris-M@t-online.de

Kofferzeit

Kofferzeit

Die Zweitagestasche - leicht und handlich, aber mit Rollen, deren einziger Zweck es sein kann, den Rollenden zur Weißglut zu bringen.

In den letzten Wochen habe ich vorwiegend aus dem Koffer gelebt. Nicht, weil ich plötzlich obdachlos geworden wäre, sondern weil ich mit meinen Jugendbüchern durch Deutschland, Österreich und die Schweiz reisen durfte. Anstrengend, aber auch voller motivierender und schöner Begegnungen und Erlebnisse.

Das ist ein Aspekt des Autorendaseins, unter dem ich mir vor meinem Berufswechsel so gar nichts vorstellen konnte. Wobei – wenn ich ehrlich bin, habe ich mir das Autorendasein an und für sich ganz anders vorgestellt. Etwas … sagen wir, entspannter. Und Lesereisen standen ohnehin auf einem anderen Stern. Zum Glück sind sie nicht dort nicht geblieben!

Unvergessliche Momente mit meinen Kolleginnen: Renate Naber, Eva Almstädt, Judith Merchant, Nina George, Gisa Pauly, Sabine Klewe, Christiane Dieckerhoff, Annette Petersen und Elke Pistor

Das Besondere an diesen Reisen ist nämlich die Möglichkeit, vielen Menschen zu begegnen, die man normalerweise nie treffen würde. Und bei manchen ist von Anfang an die Chemie so stimmig, dass die Begegnung einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Aber auch die Lesungen selbst machen in der Regel wirklich Spaß. Nicht nur die Fragen, mit denen ich nach dem Leseteil gelöchert werde, auch die Aufmerksamkeit, mit denen die meisten Zuhörer der Geschichte folgen, ist grandios. Immer wieder sehe ich in gebannte (natürlich auch mal in gelangweilte, aber das ist die Ausnahme) Gesichter und freue mich, dass ich die Zuhörer mit der Geschichte „abholen“ konnte. Das ist für mich als Autorin ein sehr schönes Geschenk.

Titelentwürfe schweizer Schüler

Titelentwürfe einer schweizer Schulklasse zu Schweig still, süßer Mund

Kofferzeit ist allerdings auch Schreibzeit – wie sonst könnte man die familienferne Zeit besser nutzen?InnocentUnd obwohl es zwar nicht besonders entspannend ist, nach ein, zwei oder auch drei Lesungen im Hotel vier oder fünf Stunden zu schreiben, sind es gerade die Lesungen und die netten Gespräche, die mich danach zum Arbeiten motivieren. Ist das nicht praktisch?

Schade, dass du nicht meine Oma bist …

Heute schrieb ich den letzten Satz von Teil 2 einer 2015 erscheinenden Serie –  und den ersten von Teil 3! Das nenne ich enggetaktet, denn normalerweise würde ich nach Beendigung eines Buches zumindest einen halben Tag Pause einlegen. Zum Glück macht es Spaß – jedenfalls seitdem ich meine HeldInnen so gut kenne, dass ich regelrecht mit ihnen fiebere, wie sie das Abenteuer durchstehen werden. Ich sage nur soviel: Die machen ganz schön was mit ….

Und meine Familie auch: Heute früh sagte meine Tochter: “Schade, dass du nicht meine Oma bist.” Ich war natürlich sehr überrascht und fragte warum? Und sie darauf: Dann hättest du auch immer Zeit, um mit mir zu spielen. Ein Schlag in mein Mutterherz – natürlich habe ich gleich eine Runde Memory springen lassen, aber nachdenklich hat es mich schon gestimmt. Nur, die Lösung dazu wäre, morgen in den Ruhestand zu treten, und dazu fehlen mir dann doch noch einige Jahre. Beim Nachdenken ist mir dann irgendwann eingefallen, dass es in meiner Kindheit gar nicht so anders war: Zum Spielen bin ich als Kind nachmittags oft zu meiner Oma hinübergestapft. Also habe ich mein schlechtes Gewissen beruhigt und freu mich jetzt schon darauf, eines Tages diese Spiel-Oma-Tradition bei meinen Enkeln fortzusetzen.

 

Leipzig-Highlights

Wahnsinn, Leipzig ist nun schon wieder fast ein Monat her und ich habe es bislang nicht geschafft, die großartigen Momente der Messe hier festzuhalten. (Dafür habe ich ein Buch fertig geschrieben, ist auch was wert :-) ) Also, aufgeschrieben, solange die Erinnerung noch frisch ist:

Dieses Jahr hat der  Messemarathon denkbar ungünstig angefangen: Ich bin mit einer Augenentzündung aufgewacht, habe um ein Haar den Zug verpasst, die Dauerkarte für die Messe zu Hause liegen gelassen, meinen einzigen echtgoldenen Top-Lieblingsohring verloren, 5 Stunden Arbeit auf eine defekte Speicherkarte gespeichert (= futsch) und bin dann noch genau dem Ober im Weg gesessen, der mit einer Ladung randvoller Sektgläser gestolpert ist … Frown

Loewe Thrillernacht

Loewe Thrillernacht

Schlechte Vorzeichen also, doch ab dann jagte ein Höhepunkt den anderen, gerade so, als hätte der Ober mit dem Sekt gleich das schlechte Leipzigkarma von mir gewaschen.
Für mich das absolute Highlight war die Thrillernacht mit meinen großartigen KollegInnen Ursula Poznanski, Gina Mayer und Arno Strobl, wunderbar moderiert von Margarete von Schwarzkopf. Vielen Dank an den Loewe Verlag für die hervorragende Organisation – es hat einfach Spaß gemacht! Ich freue mich jetzt schon die nächste Loewe Thriller-Nacht! Ein weiterer Höhepunkt war die Premierenlesung von „Singe, Fliege, Vöglein stirb“ in der Ausbildbar. So viele Zuhörer, ich war völlig geplättet!
Leider bin ich nicht dazugekommen, zu all den Lesungen zu gehen, die mich brennend interessiert hätten, aber eine von denen, die ich „geschafft“ habe, möchte ich hier erwähnen: „Jetzt kommt Tante Lisbeth“ von Isabel Abedi mit musikalischer Unterstützung ihres Mannes Eduardo. Köstlich! Ich habe mich kugelig gelacht!
Natürlich ist Leipzig nicht „nur“ Lesungen; das Rumstreunen, Bücher anlesen, Umschläge bewundern, bekannte Gesichter treffen, all das gehört dazu und macht Leipzig zu einem „not-to-miss“- Event.

BücherstapelEin ganz besonderer Moment ist auch jedesmal wieder die Präsentation des eigenen Buches. Noch immer erscheint es mir unwirklich, dass mein Buch dort präsentiert wird, im Messebuchhandel im Bodenstapel ausliegt (!). Unfassbar. Es ist noch gar nicht soo lange her, dass ich über die Buchmesse gewandert bin und die Möglichkeit, dass ein von mir geschriebenes Buch dort ausgestellt sein würde, Lichtjahre entfernt war – sprich unmöglich je zu erreichen.
In diesem Sinne: Danke an meine Leser, die mir ermöglichen, vom Schreiben zu leben, danke an meine Verlage und Agenten, die an meine Geschichten glauben und mir eine Chance gegeben haben, danke an meine Familie und Freunde, die mich auf dem nicht immer ganz einfachen Weg unterstützen.

Aufbruch nach Panem?

Gestern las ich in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über den Vormarsch der Schönheitsmedizin. Dass Botox und Co schon längst ihren Weg von Hollywood nach Deutschland gefunden haben ist kein Geheimnis, doch das Ausmaß hat mich dann doch einigermaßen überrascht und nachdenklich gestimmt. Besonders der letzte Satz: “Demnach könnte es nur eine Frage der Zeit sein, bis tiefe Gesichtsfalten als Zeichen für eine niedrigen Sozialstatus gelten.” (SZ, 22./23. 2. 2014, S.V2/3, C. Berndt)
Hmm. What the hell?
Wenn ich zu meinem Alter stehe, zu den Falten, die ich mir angelacht habe, dann habe ich einen niedrigen Sozialstatus? Und will ich das vermeiden, muss ich mit tödlichem Nervengift meine Mimik lahmlegen und meine Falten mit chemischen Fillern auffüllen, die zu Beulen, Lähmungen oder Nervenschäden führen können? Und auf dem Rückweg von der Botox-to-go Spritze (kein Witz – das wird so angeboten) halte ich schnell im Bioladen und kaufe mir teures Biogemüse, garantiert frei von Giften und Pestiziden.
Nach der Lektüre des Artikels musste ich an das Capitol denken. Panemleser wissen wovon ich rede, für Nichtpanemleser eine kurze Erklärung: Im Capitol lebt die Oberschicht, alle sind glattgebügelt, leben im Überfluss und der Oberflächlichkeit, in den Distrikten leben die hart arbeitenden, faltigen Menschen, die das sorgenfreie Leben der Bewohners des Capitols ermöglichen.
Natürlich ist Panem nur eine fiktive, dystopische Welt, aber vor vierzig Jahren waren Menschen, die auf Raumschiff Enterprise in ein Headset sprachen auch eine fiktive Welt. Smile
Ich verurteile niemandem, der, auf welchem Weg auch immer, seinen körperlichen Verfall zu stoppen versucht, aber ich wünsche mir, dass diejenigen unter uns, die gift- und schnittfrei altern wollen, dies auch in zehn Jahren noch dürfen, ohne sich für die unausweichlichen Falten schämen zu müssen.

Fette Vorsätze

Eigentlich bin ich ja nicht so der “gute-Vorsätze-zum-neuen-Jahr”-Mensch, aber diesmal habe ich mir tatsächlich zwei Dinge fett, fett, fett auf die mentale Liste geschrieben: Deutlich mehr Freizeit sowie mindestens ein Eintrag pro Monat auf der Webseite und einer wöchentlich auf Facebook…
Hmmm. Kratz. Kratz.Matrix
Weniger Arbeiten, gleichzeitig mehr leisten? Klingt nach dem Mini-Max-Prinzip, mit dem  mein ehemaliger (ansonsten sehr sympathischer) Chef mich zuweilen in den Wahnsinn getrieben hat: Man reduziere  den Input bei gleichzeitiger Steigerung des Outputs. Funktioniert nur in seltenen Fällen und beim Schreiben wäre das definitiv ein fataler Ansatz, hieße es doch: Möglichst viele Seiten in möglichst wenig Zeit. Aber: Kreativität braucht Zeit – und Qualität ebenfalls….

Trotzdem sitze ich nun vor dem Laptop und schreibe den Eintrag für diesen Monat, damit ich im Januar die beiden fett, fett, fett Punkte auf der Liste als “yes, we can” abhaken kann.
Golfen im SchneeAuf der Freizeitseite kann ich tatsächlich fett Punkten:

1x Kino, 1x Golfen (ja, falsche Jahreszeit, draußen war’s saukalt, ich danach krank, aber dafür war’s auch saulustig), 3x Monopoly, 6x Rommée, 5x Scrabble, 3 Bücher (gelesen). Sprich: Ich habe fast alle Abende am Küchentisch bei meinen Lieben verbracht, anstelle allein an meinem Schreibtisch vor dem Computer. Klingt nach: äh? ja? Und was genau ist daran jetzt so toll?
Und eben das ist das Fantastische: Es braucht nichts wirklich “Tolles”, um mir ein richtig fettes (ich bleib jetzt mal bei diesem, meinem Januarwort) Zufriedenheitslächeln ins Gesicht zu zaubern. Ein Spieleabend, ein Glas Wein oder eine Tasse Tee, chillige Musik im Hintergrund – was will man mehr?

Und die Arbeit?
Man lese und staune: Erledige ich neuerdings vorwiegend tagsüber …   (ob mich meine derzeitige Nachtarbeitsverweigerung zum Ende des nächsten Abgabetermins hin noch böse einholt, erfahrt ihr dann in den nächsten Monaten…)
Dabei spielt natürlich eine Rolle, dass meine Tochter nun im Kindergarten ist und mir niemand mehr mit Karacho auf Schoß oder Schreibtisch hopst oder bei Nichtbeachtung den Stecker zieht ….Hit with Ball

Kurz: Das Jahr fängt hervorragend an, zumindest was meine guten Vorsätze betrifft!

Nach der Flaute kommt die … Flaute!!!!

Man mag es nicht glauben. Da schreib ich im Juli, dass nun die Flaute zu Ende ist, da ja mein Roman Nr. 5 sich endlich im Endstadium befindet und dann folgt der nächste Eintrag –  im November! Und das auf der Webseite einer Autorin!

Ist das nun gut oder schlecht? Oder einfach nur peinlich?

Wahrscheinlich alles zusammen.

Schlecht, denn wer eine Webseite hat, sollte sie auch regelmäßig aktualisieren.

Gut, denn der Grund für die Flaute auf der Webseite ist ja, dass ich viel zu tun habe :-)

Peinlich, denn wer immer in den letzten Monaten auf meine Webseite geklickt hat, muss sich gewundert haben, dass ich im Juli regelmäßige Posts ankündige und dann nichts mehr von mir hören lasse.

Daher sage ich jetzt lieber nichts bezüglich zukünftiger Aktivitäten, sondern kündige lieber mal an, dass Roman Nr. 5 seit gestern wirklich und endgültig fertig ist und sich auf dem Weg zur Druckerei befindet. Er hat sogar inzwischen einen Namen: “Singe, fliege, Vöglein stirb”.

Allerdings heißt das nicht, dass ich deswegen nun mehr Zeit für Webseite, Facebook und Co hätte – ich bin mit dem nächsten nämlich schon wieder deutlich hinter dem Zeitplan (manche Dinge ändern sich nie) und rechne mir zwecks Stressreduzierung gerne die Seitenzahlen schön, die ich täglich schaffen müsste, um nicht in Verzug zu geraten.

Und deshalb, werde ich jetzt dieses Schreibablenkungsmanöver beenden und mich dem nächsten Kapitel stellen!