Genau so ist es. Es gibt ein erstes Mal für alles, und das Besondere daran ist, dass es zumeist schrecklich aufregend ist. Als beruflicher Umsteiger gab es für mich in den letzten Jahren viele erste Male: das erste Agenturgespräch, der erste Buchvertrag, die erste Rezension, die erste Lesung … und jetzt die erste Criminale.
Es waren spannende vier Tage. Anstrengend, viele neue Gesichter, viele Eindrücke, viele Informationen. Vier Tage inmitten gleichgesinnter KrimiautorInnen, die alle genau wissen, wovon man redet, wenn man mit einem Plotstrang hadert oder der erste Wendepunkt noch nicht sitzt. Vier Tage voller Aktivitäten und Lesungen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Und einem ganz besonderem Highlight, der Criminale Band, die am Donnerstagabend ihr Rockdebüt gaben und den Saal zum Toben brachten.

Am Freitag durfte ich mit drei wunderbaren KollegInnen in Hallenberg lesen: Alexa Stein, Hartwig Liedtke und Reinhard Junge. Der Lesungsort war zauberhaft, die Begrüßung herzerwärmend freundlich und die Lesung sehr abwechlungsreich, und obwohl aufgrund einer Beerdigung in dem kleinen Ort die Anzahl der Zuhörer nicht den Erwartungen der Veranstalter entsprach, hatten wir einfach viel Spaß zusammen. Ein Nachmittag, den ich so schnell nicht vergessen werde!
Ich danke allen Organisatoren, die diese Criminale ermöglicht haben!
Manche Träume bleiben für immer Träume, manche hingegen gehen in Erfüllung. Und wenn dies eintritt, kann man es oft erst fassen, wenn der blaue Fleck am Arm blau genug ist, um als Beweis zu gelten, dass man tatsächlich wach und in der Realität ist.