Irgendwann ist immer das erste Mal…

Genau so ist es. Es gibt ein erstes Mal für alles, und das Besondere daran ist, dass es zumeist schrecklich aufregend ist. Als beruflicher Umsteiger gab es für mich in den letzten Jahren viele erste Male: das erste Agenturgespräch, der erste Buchvertrag, die erste Rezension, die erste Lesung … und jetzt die erste Criminale.

Es waren spannende vier Tage. Anstrengend, viele neue Gesichter, viele Eindrücke, viele Informationen. Vier Tage inmitten gleichgesinnter KrimiautorInnen, die alle genau wissen, wovon man redet, wenn man mit einem Plotstrang hadert oder der erste Wendepunkt noch nicht sitzt. Vier Tage voller Aktivitäten und Lesungen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Und einem ganz besonderem Highlight, der Criminale Band, die am Donnerstagabend ihr Rockdebüt gaben und den Saal zum Toben brachten.

Criminale Hallenberg

Am Freitag durfte ich mit drei wunderbaren KollegInnen in Hallenberg lesen: Alexa Stein, Hartwig Liedtke und Reinhard Junge. Der Lesungsort war zauberhaft, die Begrüßung herzerwärmend freundlich und die Lesung sehr abwechlungsreich, und obwohl aufgrund einer Beerdigung in dem kleinen Ort die Anzahl der Zuhörer nicht den Erwartungen der Veranstalter entsprach, hatten wir einfach viel Spaß zusammen. Ein Nachmittag, den ich so schnell nicht vergessen werde!

Ich danke allen Organisatoren, die diese Criminale ermöglicht haben!

Wenn Träume in Erfüllung gehen…

Messestand Loewe in LeipzigManche Träume bleiben für immer Träume, manche hingegen gehen in Erfüllung. Und wenn dies eintritt, kann man es oft erst fassen, wenn der blaue Fleck am Arm blau genug ist, um als Beweis zu gelten, dass man tatsächlich wach und in der Realität ist.

So ging es mir vor knapp einem Monat auf der Leipziger Buchmesse, als ich nicht nur dort lesen durfte, sondern mein Buch “Schweig still, süßer Mund” auch sehr auffällig am Messestand des Loewe Verlags präsentiert wurde (siehe Foto). Wie in einem Flashback wurde ich mehrere Jahre zurück versetzt, zu meinem ersten Besuch der Frankfurter Buchmesse, damals noch Vollzeit-Marketingmanagerin mit dem brennenden Wunsch, sich als Autorin zu etablieren. Ein Buch zu schreiben, einen Verlag zu finden und hier auf der Messe vertreten zu sein. Ein Traum. Ein wunderbarer Traum, aber eben nur ein Traum. Nach meinen ersten Kurzgeschichten wusste ich bereits, wie schwer, wenn nicht utopisch es sein würde, diesen Traum in die Realität umzusetzen. Und doch wurde er wahr. Nach vielen Jahren Knochenarbeit (ja, man mag es nicht glauben, aber Schreiben ist tatsächlich Arbeit) dieser magische Moment: Ich laufe die Messestände entlang und inmitten der vielen, vielen Bücher mein eigenes, wunderschön präsentiert von einem wunderbaren Verlag. Welch ein Glück!

Oldenburg und Vechta – ein Erlebnis!

Lesung Kunstverein oldenburg

3 Lesungen in 2 Tagen  – wenn ich ehrlich bin, hatte ich ganz schön “Bammel”, als ich mich auf den Weg in den hohen Norden gemacht habe. Wäre aber nicht nötig gewesen. Der Empfang war ungeheuer herzlich und die erste Lesung im Kunstverein Oldenburg war ein wunderbarer Auftakt in einem schönen Ambiente und mit einem entspannenden Glas Prosecco nach getaner Arbeit.

Weniger entspannt war der zweite Tag, doch sicher nicht weniger spannend! Zwei Lesungen und ein kleiner Filmbeitrag für den regionalen Internetsender Heimat live. Die Lesungen fanden in der JVA Vechta statt. Zuerst die Lesung vor den Insassinnen. Ich war ziemlich aufgeregt – “Ich sehe dich” spielt vor dem Hintergrund häuslicher Gewalt, ein Thema, wie mir gesagt wurde, mit dem einige meiner Zuhörerinnen Erfahrung haben. Wie sie wohl reagieren würden? Es war für mich eine besondere Lesung  -  die Zuhörerinnen sind der Geschichte gebannt gefolgt und zwei kamen nach der Lesung noch zum Gespräch. Dann folgte die öffentliche Lesung in der JVA Vechta, mit der ich den 22. Vechtaer Bücherfrühling eröffnen durfte – eine große Ehre!

Insgesamt drei wunderbare Tage, während der ich nette und interessante Menschen kennenlernen durfte und meine Angst vor “Solo”- Auftritten ablegen konnte. Ich bedanke mich nochmal sehr herzlich bei der Organisatorin, Frau Wiedemayer sowie dem Oldenburger Lionsclub, Herrn Gels von der  Stadt Vechta, Frau Huckemeyer von der JVA Vechta und Frau Vatterodt von der Buchhandlung Vatterodt .

Lesung in Passau und Landshut

Ich freue mich schon sehr auf die Lesungen mit meinen Kolleginnen Ingrid Werner, Inge Löhnig und Claudia Schlegel unter dem Motto : Die mörderischen Schwestern kommen nach Passau, respektive Landshut. Gemeinsam stellen wir unsere aktuellen Krimis vor: Ingrid Werner ihren spannenden Regionalkrimi “Niederbayerische Affären”, Inge Löhnig den vierten Band der zu Recht vielgepriesenen Dühnfortserie, Claudia Schlegel eine mörderische Kurzgeschichte und ich meinen Thriller “Ich sehe dich”. Details zu den Veranstaltungen findet ihr unter Termine.