
Lesung aus "Sei lieb und büße"
Letztens wurde ich gefragt, ob es nicht langweilig wäre, immer wieder den gleichen Text vorzutragen. Es ging dabei um Lesungen, die ich derzeit gehäuft halten darf. Spontan habe ich die Frage verneint, und meine Antwort war nicht nur spontan, sie war auch absolut ehrlich: Nein, es ist ganz und gar nicht langweilig immer wieder aus dem gleichen Buch zu lesen!

Mit Anna Schneider in der Buchhandlung Kirchheim in Gauting
Die Frage beschäftigte mich allerdings noch länger, erinnerte sie mich doch an meine eigenen Gedanken hinsichtlich der Künstlerkollegen vom Theaterfach. Es waren nämlich die gleichen: Wird es den Schauspielern nicht langweilig, monatelang das gleiche Stück aufzuführen?
WARUM also ist es nicht langweilig?, habe ich mir überlegt und bin zu folgendem Schluss gekommen:

Mit Anna Schneider und Martina Prietz in der Buchhandlung Kirchheim in Gauting
Theoretisch müssten Lesungen ja, vor allem, wenn man aus dem gleichen Buch liest, auch relativ gleich ablaufen. Tatsächlich ist jede Lesung einzigartig – nicht nur was die Anzahl und Erwartungen der Zuhörer, die Location und den Ablauf angeht, auch die Resonanz der Zuhörer ist jedes Mal sehr unterschiedlich. Und genau das macht es für mich als Lesende so spannend!
Für mich hatte die Messe auch ein persönliches Highlight. Nach der Premierenlesung zu “Sei lieb und büße” hatte ich meine erste Signierstunde und ich durfte sage und schreibe 50 Minuten Autogramme geben und mit meinen Lesern kurze, aber herzliche Worte wechseln. Einige Namen oder Gesichter kannte ich bereits aus dem Internet, von Leserunden oder über Facebook, und das war dann oft besonders schön, eine echte Person mit dem virtuellen Profil zu verbinden. Ein großes Dankeschön an all die, die sich durch die Massen gekämpft haben, um zu meiner Lesung zu kommen und/oder beim Loewe Verlag um ein Autogramm angestanden haben. Ich habe mich über jeden einzelnen Kontakt gefreut!

Es gibt Phänomene, für die es keine Erklärung gibt, oder vielleicht doch?
